4 Tage Camping bei Kühlungsborn

Unser Urlaub geht weiter! Wir sind von Rügen nach Rerik/Meschendorf bei Kühlungsborn gefahren.

Tag 1

Radtour nach Kühlungsborn

Endlich können wir unsere Fahrräder nutzen! Wir hatten gehofft die Räder auch auf Rügen nutzen zu können, aber da wir dort so weit ab vom Schuss waren, haben wir sie noch nicht mal vom Fahrradträger runtergeholt!

Aber jetzt! Die Landschaft ist hier hügelig, aber mit unseren eBikes ist es als würde man die meiste Zeit auf dem platten Land unterwegs sein. Um weitere Strecken mit dem Kinderanhänger fahren zu können ist so ein eBike echt von Vorteil!

Wir starten am Campingplatz und hoffen einen ‚Hinterausgang‘ zu finden, landen aber erstmal auf einem Wanderweg der durch unwegsames Gestrüpp führt, ehe wir den Weg zur Straße finden. Unterwegs ist der Radweg auf eigene Gefahr zu nutzen, da der Weg unterspült wurde.

Ohne weitere Probleme landen wir in Kühlungsborn an der Promenade. Am Rand steht ein verlassenes Schwimmbad und ein Café. Ein Lost Place mitten in der Stadt… Wir stoppen kurz, da es hier einen Spielplatz gibt und die kleine Maus toben möchte.

Dann geht es weiter die Promenade entlang, vorbei an vielen in der Bäderarchitektur gebauten Hotels und Villen. Am nächsten großen Spielplatz halten wir erneut an und setzen uns draußen in die Sonne um unsere Kleine beim rutschen, wippen und ausprobieren zu beobachten. Wir essen eine Kleinigkeit und fahren dann weiter. Am Yachthafen vorbei Richtung Wittenbeck.

Wir kommen an einer Wiese mit Kühen vorbei. Ich muhe freundlich, aber die Kälber nehmen reiß aus. Haben vermutlich Angst vor einer fahrradfahrenden Kuh mit Helm…

Wir müssen über einen unbeschrankten Bahnübergang und sehen tatsächliche die Mecklenburgische Bäderbahn Molli an uns vorbei fahren. Wenn wir schon nicht den Rasenden Roland auf Rügen gesehen haben, dann wenigstens die Molli von Kühlungsborn.

Weiter geht es zum Leuchtturm Buk in Bastorf. Hier gibt es Kaffee und Kuchen für uns und Himbeeren fürs Kind. Aber leider keinen Spielplatz…

Der Rückweg zum Campingplatz ist, wie gesagt, hügelig und ich komme mit meinem Fahrrad auf 48 km/h!!! Wir haben neue Nachbarn und kommen sofort ins Gespräch, zumal die beiden eine dreijährige Tochter haben.

 

Tag 2

Radtour nach Rerik

Unser vom Campingplatz zur Verfügung gestelltes Datenvolumen von 500 MegaByte haben wir innerhalb von 24 Stunden verbraucht und wir kaufen nochmal 1 GigaByte für 5 Euro nach.

Heute fahren wir mit den Fahrrädern nach Rerik. Die Sonne scheint, es herrschen angenehme 18 Grad. Genau richtig zum Radfahren.

Gleich um die Ecke vom Campingplatz sind die Dolmen von Meschendorf. Ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit.

Als wir weiter wollen, will unser Kind lieber laufen als in den Anhänger. Zum Glück kann man sie mit Spielplätzen überreden doch einzusteigen. Schließlich kommt man ja viel schneller hin…

In Rerik gibt es tatsächlich einen sehr großen Spielplatz auf dem wir erstmal ausgiebig toben. Am Hafen von Rerik kehren wir bei Captain Flints und seiner Crew ein. Die Schatzkarte (Speisekarte) ist in Piratensprache geschrieben und auch der Kellner passt super ins Ambiente!

Wir essen Fisch, da wir heute abend grillen wollen und dann lieber Fleisch verzehren.

Nach dem Mittagessen fahren wir zum Hof-Markt Gutshof in Bastorf und genießen Kuchen und Saft. Unsere Tochter hat unterwegs geschlafen und ist nun wieder hungrig…

Die Abfahrt zum Campingplatz schaffe ich heute mit 52 km/h! Es wäre vermutlich noch schneller gegangen, wenn ich nicht hätte bremsen müssen, weil ein Auto von vorne kommt.

Abends gehe ich mit unserer Tochter zum Strand runter. Buddeln. Hat sie sich gewünscht. Den Papa schicken wir einkaufen, da uns noch einiges zum grillen fehlt und wir die Nachbarn eingeladen haben.

 

Tag 3

Strandtag in Kühlungsborn

Wir lassen uns Zeit mit frühstücken und genießen die Ruhe des Campingplatzes. Die Kleine puzzelt ein Puzzle von der Nachbarstochter.

Gegen Mittag fahren wir mit den Fahrrädern nach Kühlungsborn an den Strand. Auf dem Weg dorthin kommen wir wieder an der unterspülten Stelle und dem Spielplatz vorbei. Wir müssen anhalten, da unsere Tochter unbedingt rutschen möchte.

Danach suchen wir uns ein nettes Lokal. Die Beachmurmel. Das Essen schmeckt mal wieder super. Ich finde es nur ein wenig schade, dass es für Kinder immer dasselbe zu essen gibt. Spaghetti Bolognese, Chicken Nuggets und immer wieder Pommes. Unser Kind ist bestimmt nicht das Einzige welches gerne Gemüse isst!

Wir schlagen unsere Strandmuschel am Strand auf. Während unsere Maus buddelt finde ich einen Hühnergott und zweifarbige Muscheln.

Irgendwann ist Mausi hundemüde und macht nur noch faxen und ärgert uns. Als es reicht, packen wir zusammen und fahren zurück zum Campingplatz. Ich habe heute die Ehre den Kinderanhänger zu ziehen und habe das Gefühl, trotz eBikes, es geht fast nur bergauf! Unser Kind schnorchelt währenddessen friedlich…

Am Campingplatz beobachten wir die schwarzen Wolken die immer näher kommen und vom drohenden Unwetter zeugen.

Hoffentlich ist das Zelt bis morgen wieder trocken, zum einpacken…

 

Tag 4

Stürmische Nacht und entspannte Ankunft am Stover Strand

Was für ein Abend! Nach dem Unwetter kam der Sturm und da wir die Andruckstangen nicht eingebaut hatten (das Wetter ist ja schön!) fliegt uns bald das halbe Zelt um die Ohren!

Wir hatten nach dem Regenguss die Nachbarn zu uns ins warm beheizte Zelt eingeladen. Zum Glück haben die beiden noch ein paar stabile Heringe für uns. Unsere liegen nämlich, zusammen mit den Sturmbändern, UNTER dem Bett unserer Tochter, die schon längst im Bett liegt. Eine Andruckstange können wir dann doch noch einbauen, da die AUF dem Hochbett liegt.

Hoffentlich hält unser Zelt die Nacht durch. Bei anderen Nachbarn hat sich das Vorzelt losgerissen beziehungsweise die Markise überschlagen.

Ich schlafe schlecht, weil ich die ganze Zeit die Vorstellung habe, dass das Vorzelt beim Abbau davonfliegt oder vorher schon abreißt. Aber unser Zelt hält und ist sogar trocken! Auch der Abbau klappt reibungslos.

Wir sind an unserem letzten Urlaubsziel angekommen. Stover Strand in Drage bei Hamburg. Das Kind verschläft mal wieder die Ankunft. Wir stehen in erster Reihe hinterm Deich mit Blick auf den Sportboothafen. Es ist windig.

Das Waschhaus hat zwei Toiletten und zwei Duschen. Für mehr Waschplätze muss man einmal über den Deich rüber. Auch der Spielplatz ist ‚auf der anderen Seite‘.

Da wir nur drei Tage bleiben verzichten wir darauf das Vorzelt wieder aufzubauen. Da der Freund der eigentlich mit uns hier ein paar schöne Tage verbringen wollte abgesagt hat, benötigen wir den extra Platz auch nicht. Sollte sich der Wind legen und die Sonne sich doch noch blicken lassen, können wir das Zelt immer noch aufbauen.

Liebe Grüße

Inga

[Weiter gehts mit 3 Tage Camping bei Hamburg]