Campingurlaub im Chiemgau

Nach unserer Woche am Heide-Park haben wir den Wohnwagen in die Werkstatt gebracht. Die Therme ist uns über den Winter geplatzt. Da war noch Restwasser drin… Ein teurer Fehler!

Innerhalb einer Woche musste unser Wohnwagen wieder fit sein. Wir wollen schließlich wieder los. In die Nähe des Chiemsees. Mit einem befreundetem Pärchen. Die beiden waren letztes Jahr schon mit uns auf Rügen. Und das hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt noch einmal zusammen in den Urlaub fahren wollen. Da die beiden weder einen Wohnwagen noch ein Wohnmobil besitzen, wird es ein etwas anderer Campingurlaub. Die beiden schlafen unterwegs im Hotel und am Chiemsee in einer Ferienwohnung auf dem Campingplatz.

Einen Tag vor der Abfahrt können wir unser mobiles Zuhause endlich wieder abholen. Wir müssen also in relativ kurzer Zeit den Großteil für den kommenden Urlaub einpacken. Was für eine Hektik!

 

Tag 1

Ab in den Süden…

Ich arbeite morgens noch kurz. Meine beiden Süßen packen währenddessen die restlichen Sachen ein. Und dann kann es losgehen. Wir haben eine Strecke von etwa 260 Kilometern vor uns. Bis kurz hinter Kassel wollen wir kommen. Zum Campingplatz Fuldaschleife.

Wir kommen allerdings nur langsam voran. Viele Fahrbahnverengungen vor Hannover und Stau hinter Hildesheim. Dann die Kasseler Berge mit Steigungen und Gefällen bis zu 8 Prozent. Das haben wir bisher noch nicht gefahren. Klappt aber super.

Unsere Maus verschläft die Achterbahnfahrt. Wegen ihr brauchen wir diesmal auch etwas länger, weil sie seit einer Woche endlich windelfrei ist und jetzt immer Bescheid sagt, wenn sie auf Toilette muss. Manchmal sagt sie aber auch nur, dass sie muss und dann ist es falscher Alarm. Das kostet jedes Mal Zeit. Gut, dass wir einen halben Tag eher losgefahren sind…

Nach fünfeinhalb Stunden Fahrt mit mehr oder weniger langen Pausen und einem Umweg wegen einer gesperrten Straße, die sich dann aber doch als „frei bis zum Campingplatz“ herausstellt, erreichen wir unser Tagesziel. Den Campingplatz an der Fuldaschleife. Ein kleiner bewaldeter Platz direkt an der Fulda. Drum herum ist viel Landschaft und Natur. Aber man hört die Autobahn.

Da unsere Kleine im Auto ein Nickerchen gemacht hat ist sie überhaupt nicht müde. Lieber kuschelt sie mit uns in der Sitzecke und wartet geduldig bis wir müde sind und ins Bett gehen. Dann kommt sie mit und ist die erste die schläft!

 

Tag 2

…der Sonne hinterher

Es ist noch nicht mal 10 Uhr und wir sind schon wieder unterwegs. Für uns Langschläfer ist das recht zeitig…

Heute geht es bis Rothenburg ob der Tauber,  wo wir zwei Nächte bleiben und uns mit unseren Freunden treffen. Ich war als Kind schon mit meinen Eltern dort und kann mich erinnern, dass die Altstadt sehr schön war.

Pünktlich zum Ende der Mittagspause kommen wir am Campingplatz Tauberromantik an. Als ich die Einfahrt sehe, weiß ich, dass ich hier schon vor über 20 Jahren mit meinen Eltern war.

Wir richten den Wohnwagen aus, schnappen uns unsere Fahrräder und ächzen den Weg nach Rothenburg rauf. Trotz Motors ist es ziemlich mühselig den Berg rauf zu fahren mit dem Fahrradanhänger hinten dran. Belohnt werden wir mit einer tatsächlich immer noch schönen, romantischen Altstadt. Auf dem Marktplatz treffen wir unsere Freunde. Wir essen, trinken und quatschen zusammen bevor wir uns noch ein Eis gönnen und uns ein wenig umschauen. Ich freue mich jetzt schon auf morgen, wenn ich hier den ganzen Tag rumstreifen und in die hübschen Läden schauen kann. Mit den Fahrrädern im Schlepptau ist das etwas umständlich.

Da die beiden mitten in der Altstadt ihr Hotel haben, lassen wir die zwei dort und sausen den Berg wieder runter zum Campingplatz. Zum Glück funktionieren die Bremsen gut!

Während des Abendessens verschwindet unsere Maus schon im Bett. Da sie heute keinen Mittagsschlaf hatte ist sie hundemüde. Wenig Schlaf und neue Eindrücke schlauchen halt.

 

Tag 3

Rothenburg ob der Tauber

Heute fahren wir die kurze Strecke mit dem Auto nach Rothenburg. Ein Tagesticket außerhalb der Stadtmauern kostet 5,50 Euro. Den Buggy lassen wir zurück, so dass unsere lauffaule Maus gezwungen ist zu laufen.

Und das macht sie auch. Bergauf, bergab, von rechts nach links und wieder zurück. An der St. Jakobs- Kirche vorbei, bei Käthe Wohlfahrt rein, die bunte und riesige Auswahl an Weihnachtsbaumkugeln und –schmuck bewundern und im Spielzeugladen neue Puppen aussuchen.

Und immer wieder sagt sie Bescheid, dass sie auf Toilette muss. Zum Glück gibt es hier an jeder Ecke ein Restaurant, wo wir freundlicherweise die Toiletten nutzen dürfen. Auch im Hotel Goldener Hirsch wo unsere Freunde wohnen nutzen wir die Toilette auf ihrem Zimmer. Altes Ambiente und ein riesiges wunderschön gestaltetes Zimmer erwarten uns hier.

Mittags essen wir beim Reichsküchenmeister. Die Preise sind genauso deftig wie das Essen. Aber es schmeckt uns sehr gut. Für unser Kind gibt es Buntstifte und ein Ausmalbild. Der Kellner verspricht ihr eine Überraschung, weil sie so toll malt. Zum Dessert bekommt sie deswegen eine Kugel Schokoeis spendiert.

Dann geht es die alte Stadtmauer hinauf. Über den Dächern von Rothenburg sehen wir zum Teil wunderschöne Hinterhöfe.

Nach acht Stunden verlassen wir Rothenburg wieder. Wir müssen noch einkaufen. Morgen Abend wollen wir alle zusammen grillen.

Zurück am Campingplatz springt unsere Maus nach dem Abendessen sofort ins Bett und ist ratzfatz eingeschlafen. Wir sind stolz auf unsere Tochter, dass sie so viel gelaufen ist und alles mitgemacht hat.

 

Tag 4

Wir sind wieder unterwegs

Die Nacht war unruhig. Das Kind ist nachts ausgelaufen. Das komplette Bett musste neu bezogen werden. Danach konnte ich erst mal nicht wieder einschlafen.

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg. Weiter Richtung Süden. Die erste Strecke fahre ich. Um das Kind zu bespaßen hören wir Kindermusik bis der Papa keine Lust mehr hat. 🙂

Zur Mittagszeit halten wir am Rastplatz Köschinger Forst. Zum Fahren ist der Sonntag bestens geeignet, da dann kaum LKWs unterwegs sind, aber wehe man möchte mal eine Rast einlegen. Dann findet man mit Anhänger kaum einen Parkplatz. Darum stehen wir dann auch zwischen lauter LKWs…

Weiter geht’s. Am Flughafen München vorbei. Hier fliegen im Minutentakt die Flugzeuge in zweier Reihen über die Autobahn. Wenn man um München herum ist und auf die A8 Richtung Osten abbiegt, kann man Horizont die Alpen sehen. Spektakulär!

Kurz vorm Ziel klappen bei unserer Maus die Augen zu. Am Campingplatz Stein am Simssee melden wir uns an der Rezeption und bekommen einen Platz in erster Reihe mit Blick auf den See. Wunderschön!

Wir richten den Wohnwagen aus, bauen das Vorzelt auf und legen zum ersten Mal den Teppich aus. Wirkt direkt gemütlicher. Das Mäuschen ist inzwischen wieder wach und hat Bauchweh, weil der Stuhlgang drückt. Am liebsten hätte sie dafür eine Windel. Sie liegt mit Schlafanzug im Bett und will ihre Ruhe haben.

Wir schmeißen den Grill an und schon stehen unsere Freunde auf der Matte. Die beiden haben sich unterwegs noch eine Burgruine angesehen und Verwandte besucht. Schon toll was man alles schafft, ohne Anhänger. Die beiden haben bereits ihr Chalet bezogen und sind nicht sonderlich begeistert. Zu klein, getrennte Betten und es riecht nach Holzschutzmittel.

Wir essen gemütlich und auch unsere Maus hat ihr Bauchweh weggespült und nascht vom Salat, knabbert an der Bratwurst und bleibt lange wach.

 

Tag 5

Chiemsee

Wir frühstücken alle zusammen und erfahren, dass unsere Freunde ihre Unterkunft gekündigt haben und sich für die paar Tage etwas anderes suchen. Die beiden haben kaum geschlafen, so schlimm war der Geruch.

Während die beiden sich auf die Suche nach einer neuen Unterkunft machen, machen wir die Räder startklar und radeln bergauf, bergab immer gegen den Wind nach Gstadt am Chiemsee. Hier treffen wir unsere Freunde wieder, die sich in einem Hotel einbuchen konnten.

Wir machen eine Bootstour zur Herreninsel. Mit der Pferdekutsche fahren wir zum Schloss Herrenchiemsee. Unser Kind darf vorne sitzen. Traut sich aber nicht alleine. Während der Fahrt turnt sie von vorne immer wieder nach hinten und zurück. Das Schloss Herrenchiemsee stellt ein Abbild des Schlosses von Versailles dar. Vor dem Schloss befindet sich ein mit Schotterwegen angelegter Garten mit Brunnen. Wir verweilen ein wenig an den Brunnen und laufen dann zurück zum Schiff.

Zurück in Gstadt essen wir im Restaurant Inselblick. Die Rückfahrt mit den Fahrrädern zum Campingplatz ist viel angenehmer. Wir haben Rückenwind. Und irgendwie geht es auch länger bergab…

Am Campingplatz kuscheln wir uns in die Stühle und beobachten den Sonnenuntergang. Es wird ganz still am See. Kein plätschern, kein Wind, kein Autolärm. Nur hin und wieder Entengeschnatter und ein paar Wortfetzen von anderen Campern. Sehr idyllisch.

Unsere Maus schläft in meinen Armen ein.

 

Tag 6

Ausflug nach Österreich

Ich werde überrascht mit einem Frühstück direkt am See. Kann mich aber nicht freuen, weil ich einfach müde bin und das Gefühl habe meine Augenringe reichen bis unters Kinn. Und dann sitze ich wie auf dem Präsentierteller vorne am Wasser…

Nach dem Frühstück bin ich besser gelaunt, so dass wir uns von unseren Freunden abholen lassen und nach Österreich fahren können. Erster Halt ist Reit im Winkel. Ein kleiner gemütlicher Ort.

Dann halten wir kurz am Walchsee. Das Wasser ist so richtig schön grün. Wir wollen eine Bootstour machen, aber der Bootsverleih hat geschlossen. Also fahren wir weiter nach Kufstein. Im InnCafe mit Blick auf den reißenden Inn essen wir etwas und genießen das sommerliche Wetter. Von dort rufen wir beim Bootsverleih am Walchsee an. Wir würden doch ganz gerne auf dem grünen Wasser Boot fahren. Wir haben Glück und finden einen anderen Verleiher, der geöffnet hat.

Bevor wir uns auf den Rückweg machen laufen wir durch die Innenstadt von Kufstein und die Römerhofgasse. Ein wunderschöne historische Gasse. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Das Kind folgt uns schreiend, weil sie nicht laufen sondern getragen werden möchte. Wir werden von Passanten mitleidig betrachtet. Ja, alle Eltern sind froh, dass es nicht ihr Kind ist…

Wir fahren wieder zurück zum Walchsee. Eine Stunde eBoot fahren kostet 17 Euro. Wir passen alle 5 rein. Und fahren einmal um den See. Wir schauen uns die beiden Campingplätze am See an und lassen uns treiben. Unser Kind möchte auch fahren, fährt aber gerne enge Kurven und spontan von rechts nach links, so dass uns schlecht wird. Sie muss wohl noch ein bisschen üben.

Zurück an Land gönnen wir uns erstmal einen Kaffee am Strandcafé und fahren dann zurück zum Campingplatz.

 

Tag 7

Wildfreizeitpark Oberreith und Besuch

Wir fahren in den Wildfreizeitpark nach Oberreith. Am Eingang kaufen wir Wildfutter. Gleich am ersten Gehege mit Ziegen, Meerschweinchen und Kaninchen fangen wir an zu füttern. Der Pfau schlägt ein Rad und jagt die Kaninchen durch das Gehege.

Vorbei an Hirschen, noch mehr Ziegen und Eulen gelangen wir zum Mega Flying Fox. Eine freihängende Seilbahn bei der man aus 35 Metern Höhe über das Gelände saust.  Unsere Freunde übernehmen unser Kind, da Papa und ich fliegen wollen. Leider öffnet der Flying Fox erst um 15 Uhr. Umsonst die vielen Stufen hochgekraxelt. Auf halber Höhe gibt es immerhin eine Rutsche…

Wir hetzen den dreien hinterher zu den Ponys. Unser Kind traut sich nicht selber die Tiere zu füttern, will aber immer dass wir das machen. Am Kinderspielplatz gibt es mehrere Trampoline. Meine Kleine zerrt mich mit drauf und hüpft wild um mich herum.

Wir essen eine Kleinigkeit und verfüttern noch den Rest des Futters, bevor wir  aufbrechen. Wir müssen noch einkaufen. Heute Abend bekommen wir Besuch von einem Freund der in der Nähe von München wohnt und wir wollen grillen.

Zurück am Campingplatz schläft unsere Maus müde und erschöpft in unserem großen Bett ein. Währenddessen stellen wir Tisch, Stühle und den Grill auf die Wiese am See. Unser Sonnenschirm gibt ein wenig Sonnenschutz und wir fangen schon mal an zu grillen. Etwas später stoßen dann auch unser Freund und ein Bekannter dazu.

Es wird eine lustige gemütliche Runde, die wir nach Sonnenuntergang ins Vorzelt verlegen. Unser Kind ist so aufgedreht und nicht müde zu kriegen, dass sie erst sehr spät mit uns ins Bett geht.

 

Tag 8

Chillen und grillen

Den Vormittag verbringen wir mit unseren Freunden am Campingplatz. Ich muss Wäsche waschen, da bei unserer Kleinen noch häufig was daneben geht.

Papa und Tochter machen alleine eine kleine Radtour. Ich bekomme Kopfschmerzen.

Mittags radeln wir gemeinsam zum Gasthaus Hilger in den Nachbarort. Serpentinen mit 9% Steigung. Das Essen ist sehr lecker und wir reservieren für abends Plätze fürs Grillen mit zünftiger bayrischer Musik.

Zurück am Campingplatz machen Mäuschen und ich Mittagsschlaf. Sie ist müde und mir droht langsam der Schädel zu platzen. Papa radelt derweil alleine einmal um den Simssee.

Ich werde von dicken Regentropfen geweckt. Wie von der Tarantel gestochen schrecke ich hoch und springe nach draußen. Meine Wäsche! Als ich auch die Stühle und den Fahrradanhänger ins Vorzelt geschleppt habe, fängt es richtig an zu pladdern und zu donnern. Kurz darauf kommt auch der Papa patschnass zurück.

Zwischen zwei Schauern schaffe ich es duschen zu gehen bevor wir erneut ins Hilger fahren. Diesmal mit dem Auto… Das Essen ist sehr lecker und die Musik sehr bayrisch.

Da ich immer noch Kopfschmerzen habe, gehe ich früh ins Bett. Aber schlafen klappt nicht so gut, da es ziemlich stürmisch ist und der Wind am Wohnwagen rüttelt.

 

Tag 9

Prien am Chiemsee

Morgens habe ich immer noch Kopfschmerzen und mir ist übel. Eigentlich wollte ich erst was essen bevor ich zur Kopfschmerztablette greife, aber ich bekomme nichts runter. Also doch erstmal was einschmeißen.

Weil es mir direkt besser geht können wir nach Prien an die Strandpromenade, wo wir uns mit unseren Freunden verabredet haben. Wir parken kostenlos etwa anderthalb Kilometer von der Promenade entfernt und laufen. Der Sturm ist vorüber, aber der Wind ist relativ frisch.

Die Strandpromenade ist ein Witz. Ab wann darf man sich eigentlich Strandpromenade schimpfen? Da ist außer einem Spielplatz, einem Restaurant und einem Bootsverleih nichts! Also trinken wir eine Kleinigkeit in dem Restaurant und fahren dann nach Bernau zum Alten Wirt, wo wir an der Hauptstraße gutes bayrisches Essen verzehren.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz bringen wir noch unser Leergut weg und kaufen ein paar Sachen zum Essen ein. Nein, heute Abend wird nicht nochmal gegrillt. 🙂

Wir genießen einfach den Ausblick und die Sonne und trauen uns doch mal mit den Füßen in den Simssee. Das Wasser ist ziemlich kalt. Wie kann man da nur drin schwimmen? Der Papa springt am Ende komplett rein. Ich fange lieber an das Vorzelt abzubauen. Morgen geht es wieder Richtung Heimat.

Wir essen mit unseren Freunden zusammen zu Abend am Campingplatz und verabschieden uns dann. Die beiden werden morgen schon zu Hause ankommen. Können ja auch schneller fahren ohne Anhänger.

Wir baden unser Kind unter lautem Protestgeschrei und stecken es dann ins Bett. Sie schläft fast sofort…

Ich freue mich auf einen schönen letzten Abend. Leider übertönt das Gitarrengedudel eines Campers, die Stille am See.

 

Tag 10

Heimreise Teil 1

Wir schaffen es pünktlich um 10 Uhr vom Campingplatz. Ich werde den Ausblick und die abendliche Stille vermissen. Tschüss See. Schnief.

Kurz vor München staut es sich. Die LKWs haben grünes Licht um auf dem Standstreifen zu fahren und schon rollt der Verkehr wieder. Genial geregelt.

Um München herum stehen wir dann doch noch im Stau. Die Rettungsgasse lässt zu wünschen übrig. Die Polizei muss Schlangenlinien fahren. Hinter dem Polizeiwagen fährt ein dreister Autofahrer her. Die rechte Spur blockiert ein Liegenbleiber. Ein paar Meter weiter steht auf dem dritten Fahrstreifen ein Auto mit Warnlicht. Die Fahrerin sitzt hinterm Steuer und telefoniert. Mit der Polizei? Dem Abschleppdienst? Oder doch privat? Am Ende des Staus sind acht Autos in einen Unfall verwickelt. Sieht zum Glück nur nach Blechschäden aus.

Ab sofort kommen wir super durch. An der Raststätte Köschinger Forst machen wir Mittagspause. Waren wir hier nicht schon auf der Hinfahrt? Der Burger bei Gustico ist riesig und sehr lecker.

Auf der Weiterfahrt schlummert unser Kind und wir kommen so gut voran, dass wir bis hinter Fulda durchfahren. Zum Ferienpark Wehrda. Ferienpark? Für eine Übernachtung super. Länger möchte ich hier nicht bleiben, auch wenn die Leute sehr nett sind.

Ich freue mich auf einen ausgedehnten Duschgang. Keine Hetze in drei Minuten! Am Simssee hat man zum Duschen nur drei Minuten Zeit oder man muss weitere 50 Cent nachschmeißen. Hier brauche ich zwar nichts bezahlen, dafür muss ich aber alle zehn Sekunden auf den Knopf drücken und das Wasser läuft nicht richtig ab. Es läuft unter der Tür durch in den Waschraum. Der kleine Hocker wird auch nass und das Licht geht nach kurzer Zeit aus. Zum Glück ist es hell genug.

Nach der Dusche fühle ich mich trotzdem wie neu und freue mich, dass wir morgen nicht mehr ganz so weit fahren müssen.

 

Tag 11

Heimreise Teil 2

Wir sind hundemüde! Das Kind war abends nicht kaputt zu kriegen. Hat den ganzen Campingplatz zusammen geschrien, weil sie nicht schlafen wollte. Der Mittagsschlaf war zu lange und zu spät! Nachts um 1 Uhr haben wir mit ihr einen Nachtspaziergang gemacht! Wir werden massenweise Kaffee brauchen. Die Kleine kann ja im Auto weiter schlafen… So eine extreme Nacht vor einem Reisetag hatten wir auch noch nie. Ein Glück, dass wir uns beim Fahren ablösen können.

Trotzdem sind wir pünktlich um 10 Uhr wieder unterwegs. Die letzten 320 Kilometer. Die Raststätten sind wieder brechend voll. Zum Mittag fahren wir nach Northeim rein. Weg von der Autobahn. Wir wollen chinesisch essen. Im Kaiser Garten. Ein riesiger Laden mit einem großen Buffet, live-cooking und Schokobrunnen. Chinesisch essen könnte unsere neue Familientradition werden…

Trotz eines kurzen Staus, wegen einer Fahrbahnverengung kommen wir relativ schnell durch und kommen ohne weitere Zwischenfälle zu Hause an.

Wir räumen den Wohnwagen aus und freuen uns trotz der Müdigkeit schon auf den nächsten Urlaub…

Fazit: Es hat mal wieder Spaß gemacht. Schade, dass unsere Freunde keine Camper sind. Sonst könnten wir Tür an Tür wohnen.

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