Teneriffa

Wir haben die Nase voll vom norddeutschen Winter. Nicht richtig kalt, kein Schnee, einfach nur nass und dunkel. Wir wollen Sonne!

Also haben wir relativ spontan zwei Wochen Urlaub auf Teneriffa gebucht. Im 4* HOVIMA La Pinta Beachfront Family Hotel in Costa Adeje. Sonne, Strand und Meer!

Bis es los geht müssen wir die Garderobe unserer Tochter noch gewaltig aufrüsten. Als Erwachsener hat man ja das ganze Jahr alles parat. Wir wachsen halt nicht mehr. Aber Kinder wachsen ständig und ZACK passen die Klamotten vom letzten Sommer nicht mehr. Jetzt ist der gesamte Schrank voll mit Winterkleidung, aber wir brauchen luftige Sachen. Die sind allerdings zu klein… Wir müssen shoppen gehen! Insbesondere Leggings. Unser Mädchen liebt Leggings!

Letztendlich haben wir jede Menge Leggings gekauft. Gefühlt haben wir den halben Laden leer gekauft… Das Kind ist selig! Zu Hause mussten alle Klamotten nochmal anprobiert werden. Mädchen halt! Das Licht ist zu Hause ja auch anders wie im Laden. Da gefallen die Klamotten ja vielleicht nicht mehr so gut. Aber wir hatten Glück. Alle Sachen haben die zweite (und dritte) Anprobe bestanden. Puh! Der Urlaub kann kommen.

 

Tag 1

Von 0 auf Sommer in 5 Stunden

Es geht los. Wir fliegen mit RyanAir. Hier sitzen wir nicht automatisch nebeneinander. Nein, mein Sitzplatz muss extra gebucht werden. Ich sitze in einer ganz anderen Reihe wie meine beiden Liebsten. Aber wir können umbuchen. Lässt sich RyanAir gerne bezahlen. Immerhin sitzen wir auf dem Hinflug jetzt alle in einer Reihe und auf dem Rückflug nur 2 Sitzreihen auseinander.

Wir fliegen pünktlich los. Unser Kind wird mit neuen Stempeln beschäftigt. Pferdemotive. Mag sie so gerne. Und malen. Am Vorabend haben wir extra noch ein paar Blätter mit Ausmalbildern ausgedruckt. Auf deren Rückseite kann sie stempeln.

Als ich während des Fluges aus dem Fenster schaue, sehe ich ein anderes Flugzeug auf uns zu kommen. Eine Malaysia Airline. So nahe, dass man die Aufschrift mit bloßem Auge erkennen kann. Zum Glück kreuzt uns die Maschine ein paar hundert Meter unterhalb. Würden wir zusammenstoßen würden wir vermutlich nicht mal mehr den Knall hören und wie Staub zur Erde rieseln. Da bleibt nicht viel übrig…

Zum Mittagessen bekommt das Kind Nudeln mit Ratatouillesauce. Da sie nicht still sitzen kann, schmeißt sie auch prompt das halbe Essen runter. Was für eine Sauerei. Zum Glück sind die Stewardessen sehr verständnisvoll.

Auf Teneriffa angekommen warten wir in der laaangen Schlange am Mietwagenverleih von Cicar. Ich bin überrascht, dass so viele Urlauber einen Mietwagen buchen. War mir gar nicht bewusst… Wir haben einen VW Golf gebucht erhalten aber einen Opel Mokka. Sehr komfortabel das Auto, aber mit 6 Gängen auch sehr schwerfällig. Und hat leider keinen CD Player, so können wir die Hörbücher von der Kleinen nicht hören.

Unser Hotel, das 4* Hovima La Pinta Beachfront Family Hotel in Costa Adeje, hat eine Tiefgarage. Kostet 6 Euro am Tag beziehungsweise 36 Euro in der Woche. Wir haben ein Appartement mit Meerblick. Für unser Zimmer organisieren wir noch ein Kinderbett, auch wenn unsere Kleine dafür eigentlich schon zu groß ist. Deshalb legen wir einfach die Matratze in eine Ecke des Schlafzimmers. Da kann sie dann nicht rausfallen und wir können im großen Bett schlafen und müssen nicht das unbequeme Schlafsofa nehmen. Auch wenn auf dem Sofa eine richtige Matratze liegt…

Das Abendessen ist sehr lecker und abwechslungsreich. Wir können draußen sitzen. Sind aber bald über den Heizpilz froh. Die Maus sagt zum ersten Mal von sich aus, dass sie ins Bett will. Ihr improvisiertes Bett findet sie total klasse. Kann aber trotzdem nicht einschlafen. Ist ja auch alles neu und aufregend. Erst mit mir zusammen und bei uns im Bett klappt es endlich. Ich habe ein bisschen bedenken, dass sie in die Besucherritze rutscht. Die Betten haben Rollen…

 

Tag 2

Costa Adeje

Die Nacht ist extrem unruhig. Immer wieder müssen wir die Kleine zudecken. Einmal liegt sie quer, halb im Bett halb auf dem kalten Fußboden. Wir haben sie nach dem sie eingeschlafen ist, in ihr Bett gelegt. Auch meine selbstgebaute Bettumrandung aus Kissen und Wolldecke hält nicht. Wir stellen in der darauffolgenden Nacht die kleine Kofferbank davor. Das klappt super.

Wir verbringen den Vormittag am Kinderpool. Die Kleine planscht und freut sich. Aber man merkt schon, dass sie kaputt ist. Die Nacht ist auch an ihr nicht spurlos vorbeigegangen.

Zum Mittagessen gehen wir zum Hafen von Puerto Colon runter und finden erst einmal Schwimmflügel für unsere Maus. Mit Anna und Elsa Motiv. Steht sie voll drauf.

Dann suchen wir die Haltestelle vom Moana Truck. Eine offene Bimmelbahn für Touristen gemacht um Costa Adeje kennen zu lernen. Die Abfahrtstelle ist extrem schlecht ausgeschildert, aber wir haben sie gefunden… Unserer Göre gefällt die ruckelige Fahrt über die Straße.

Am Abend erobert sie den Spielplatz auf dem Hotelgelände und entdeckt die Kinderdisco. Morgen will sie da auch mitmachen…

 

Tag 3

Santa Cruz – Teil 1

Die Nacht war besser, aber um zum Frühstück zu kommen müssen wir unsere Kleine mit allen Mitteln überreden. Auch Feta und Oliven ziehen nicht so richtig. Und das liebt sie heiß und innig.

Ziemlich spät brechen wir nach Santa Cruz auf. Die Inselhauptstadt im Nordosten. Wir hoffen hier eine Bootstour machen zu können. Sowas gibt es hier aber nicht. Also suchen wir uns eine Parkmöglichkeit und essen im El Corte Inglés im 8 Stock mit Blick aufs Wasser zu Mittag. Ein riesiges Einkaufshaus ähnlich Karstadt.

Auf dem Weg in die Innenstadt finden wir einen kleinen Spielplatz, wo sie ihre überschüssige Energie abbauen kann. Bei dem ersten Eiscafe halten wir an und ich bestelle ein Eis mit den Geschmacksrichtungen Marshmallow und Zuckerwatte. Ziemlich ungewöhnlich aber lecker. Die Innenstadt von Santa Cruz ist karnevalistisch geschmückt, aber ansonsten nichts Besonderes.

Nach dem Abendessen gucken wir uns wieder die Kinderdisco an. Wollte unser Kind gestern noch mitmachen, will sie heute lieber noch mal zugucken und von ihrem Platz aus mitmachen. Aber ins Bett gehen will sie danach nicht. Auch Oma die wir per Skype anrufen, kann nicht helfen. Sie ist einfach nicht müde. Genau. Kann aus ihren kleinen Äuglein nichts mehr sehen, aber ist nicht müde.

Wir haben die Matratze vom Sofa auf den Fußboden gelegt. Hier kuschel ich mich zusammen mit der Maus hin, bis sie einschläft.

 

Tag 4

Pooltag mit Cheesecake

Wir verbringen den Vormittag am Pool. Unsere Kleine testet die neuen Schwimmflügel und traut sich in den Kinderpool. Der ist einen Meter tief und beheizt. Bald merkt sie, dass sie auf Zehenspitzen laufen kann. Sie ist gar nicht wieder raus zu kriegen.

Irgendwann ist aber doch kuscheln und aufwärmen angesagt. Eine dunkle Wolke schiebt sich vor die Sonne und wir überlegen zu duschen und dann ins Harleycafé, die Straße hoch, zu gehen. Hier gibt es das leckere fettige amerikanische Essen. Wir bestellen Cheesecake mit Schoko- und Caramelsauce. Lecker! Ganz stylisch sitzen wir im umgebauten Amyschlitten.

Dann verbrennen wir die Kalorien wieder indem wir die Strandpromenade entlang schlendern. Schnell finden wir Postkarten. Ich liebe Postkarten. Ich schreibe gerne und ich bekomme auch gerne welche. Ich kann mich von keiner einzigen trennen.

Da die Maus unterwegs in ihrem Buggy einschläft, setzen wir uns am Hotel an die Außenbar und ich fange schon mal an zu schreiben.

Beim Abendessen wird die Kleine wieder wach und so können wir uns auch noch die Kinderanimation ansehen. Aber mitmachen möchte sie wieder nicht. Dabei ist das Programm jeden Abend ziemlich ähnlich. Wir sind ja noch ein bisschen hier. Vielleicht traut sie sich ja doch noch.

Nach der Kinderdisco bieten die Animateure an, die Gesichter der Kinder anzumalen. Unsere Kleine lässt sich einen Schmetterling auf den Arm malen. Morgen möchte sie einen großen Schmetterling haben.

 

Tag 5

Loro Parque

Wir stehen um 7 Uhr auf und fahren in den Loro Parque. Die Kleine ist müde und unwillig. Zum Glück haben wir keinen festen Termin und ein bisschen Zeitpuffer eingeplant.

Der Loro Parque ist ein wunderschöner Zoo mit Orca, Delfin und Papagei Show sowie Pinguinen im Schnee und natürlich ganz vielen Papageien. Was mir besonders gut an den Shows gefällt, ist die Information. Es wird auf den Lebensraum und die Lebensweise der Tiere aufmerksam gemacht.

Auch einen tollen Kletterpark für Kinder bis 10 Jahren gibt es. Unser Kind muss dort also alleine durch und das macht sie auch. Wir sind ganz begeistert. Sie wird immer Selbstsicherer.

Mittags gibt es einen kleinen Snack und einen riesigen Obstbecher. Auf der Rückfahrt schläft die Kleine völlig erschöpft ein.

Wir müssen sogar die Kinderdisco abbrechen, da das Mäuschen lieber ins Bett will. Aber auch das zieht sich am Ende so lange hin, dass ich als erste im Bett liege.

 

Tag 6

Bootstour

Der erste Blick morgens aus dem Fenster zeigt, dass es in der Nacht geregnet hat. Dicke Wolken hängen in der Luft. Und wir wollen eine Bootstour machen. Mit dem Monte Cristo Katamaran. 3 Stunden. Exklusiv für 12 Personen mit Mittagessen und Wal- und Delfinbeobachtung.

Wir laufen zum Hafen von Puerto Colon. Vom Pier 6 fährt um 12.30 Uhr unser Boot. Es ist geräumig und dadurch, dass es nicht so überlaufen ist, hat jeder genug Platz. Drinnen sowie draußen.

Wir sehen tatsächlich Delfine und den zwischen La Gomera und Teneriffa beheimateten Grindwal. Auch bekannt als Pilotwal. Die sehen den Delfinen zum Verwechseln ähnlich.

Trotz der hohen Regenwahrscheinlichkeit haben wir Glück und es bleibt trocken. Zudem ist es fast windstill. Ein perfekter Tag zum Bootsfahren. Nur schwimmen und schnorcheln traut sich keiner. Ist wohl doch zu kühl ohne Sonne. Zum Mittagessen, bestehend aus einer Wurst- und Käseplatte sowie ein paar kleinen Auftaupizzen, halten wir in einer Bucht die von Land aus nur zu Fuß zu erreichen ist. In der Bergwand stehen Zelte. Es soll eine Hippieenklave sein.

Zurück im Hotel legen wir uns an den Pool, genießen ein Eis und trauen uns dann doch noch alle zusammen ins Wasser. Aber nur kurz. Die Kleine fängt an zu frieren. Will aber noch weiter planschen.

Heute hält sie die Kinderdisco durch. Auch das Kinderschminken will sie sich nicht entgehen lassen. Ein großer Schmetterling soll auf ihren Arm, aber am Ende ist sie enttäuscht, weil ihr Arm zu klein für einen großen Schmetterling ist. Also will sie morgen einen ins Gesicht haben, da dort mehr Platz ist.

Wir gehen alle zusammen schlafen. Ich glaube das wird jetzt Routine. Zusammen ins Bett gehen, zusammen wieder aufstehen.

 

Tag 7

Shopping

Es regnet. Immer mal wieder kleine Schauer. Wir fahren zum Plaza del Duque. Ein moderner offener Einkaufspark auf 3 Ebenen. Auf der Sonneninsel ist alles für Schön-Wetter-Tage ausgelegt. Alles offen und draußen. Die Läden sind sehr teuer. Im unteren Bereich gibt es ein Kiddieland. Viele kleine Fahrgeschäfte für Kinder. Kosten alle extra. Viele davon müssen von unserem Kind ausprobiert werden. Eine kleine Eisenbahn die im Kreis fährt hat es ihr besonders angetan. Zwei Kinder können mitfahren. Unsere wartet solange bis sie vorne in der Lok mitfahren kann.

Als wir zum Strand runter wollen fängt es wieder an zu regnen. Wir warten den Schauer ab. Eine Promenade wie bei uns gibt es am Playa del Duque nicht. Aber die Wellen sind sehenswert. Wir trinken einen Cocktail in der Altamira Chillout Lounge bevor wir im La Torre del Mirador zu Mittag essen. Die Preise sind ziemlich hoch, aber der Service ist auch hervorragend. Das Essen ist hier sehr zu empfehlen.

Gerade als wir fertig sind mit Essen wird es stürmisch und kurz darauf pladdert der Regen runter. Wir warten ab bevor wir zurück zum Hotel fahren.

Nach der Kinderdisco gibt es wieder Kinderschminken. Heute lässt sich unser Kind einen ganz großen Schmetterling ins Gesicht malen. Schade, dass man die Kunstwerke  so schnell wieder abwaschen muss. Aber im Kissen soll die Farbe auch nicht landen.

 

Tag 8

Siam Park

Wir verbringen den Tag im Siam Park. Der beste Rutschenpark EVER. Im thailändischen Stil gehalten, ist für die ganze Familie etwas dabei. Trotz dessen, dass es sehr voll ist haben wir einen Platz am Siam Beach bekommen. Hier liegt feiner weißer Sandstrand und einmal die Stunde wird eine bis zu 4 Meter hohe Welle erzeugt.

Zwischen den Wellen geht unsere Kleine immer mal wieder ins Wasser. Wenn die Welle kommt, geht sie entweder raus, oder ich muss sie über die Ausläufer heben. Sie hat Angst, dass sie Wasser ins Gesicht bekommen könnte. Das mag sie nicht so gerne.

Wir erkunden den Park und entdecken ‚The Lost City‘. Ein Kinderparadies mit diversen Türmen, Brücken, Netzen, Wasserfällen und insgesamt 15 Rutschen. Auf einer Rutsche will ich mit unserer Maus zusammen runter. Allerdings bekommen wir auf der kurzen Strecke so viel Schwung, dass ich unten versuche auf zu stehen, mit Kind auf dem Arm falle ich auch prompt vorneüber, bremse mit den Knien und katapultiere uns ins Wasser. Jetzt hab ich ein aufgeschürftes Knie und einen dicken fetten blauen Fleck am Oberschenkel und das Kind einen aufgeschürften Knöchel. Merke: Kinderrutschen sollte man den Kindern überlassen.

Also lassen wir es ruhiger angehen und lassen uns auf dem ‚Mai Thai River‘ treiben. Der längste künstliche Fluss, den man mit Reifen befährt. Wir ergattern einen Dreierreifen und genießen die Fahrt.

Dann bestaunen wir die Mutigen, die sich den ‚Tower auf Power‘ runtertrauen. Eine Freefall-Rutsche an deren Ende man durch eine Glasröhre saust, die wiederum durch ein Haifischbecken führt. Irre. Wahnsinn. Nichts für mich.

Wir lassen den Tag am Siam Beach ausklingen. Unsere Maus ist so erschlagen von den Eindrücken, dass sie auf der Liege einschläft und auch nicht wach wird, als wir sie in den Buggy umverfrachten. Beim Verlassen des Parks haben wir keine Eile und beobachten die anderen Besucher die sich auch langsam auf den Heimweg machen, da der Park bereits um 17 Uhr schließt. Scheint wohl keine Sommerzeit zu sein. 🙂

Heute fällt Kinderschminken aus. Stattdessen gibt es eine Pyjamaparty: alle Kinder gehen mit ihren Eltern ins Bett.

 

Tag 9

Santa Cruz – Teil 2

Wir fahren nach Santa Cruz zum Mercado de Nuestra Senora de Africa. Ein sehr großer halbüberdachter Markt, mit Früchten, Fleisch und allem was das Herz begehrt. Auch ein kleiner Spielplatz ist in der Mitte. Hier sind hauptsächlich Einheimische unterwegs. Wir schauen uns das bunte Treiben ein wenig an und beschließen dann nach Puerto de la Cruz zur Promenade zu fahren, da es anfängt zu regnen.

Auf dem Weg dorthin müssen wir durch die Berge. Es ist extrem neblig. Unser Kind verschläft die Fahrt. Wacht aber wieder auf als wir einen kostenlosen Parkplatz direkt gegenüber der Promenade entdecken. Wir finden einen Spielplatz, der allerdings nass ist, da es auch hier immer wieder tröpfelt. In der Nähe ist ein Café wo wir eine Kleinigkeit essen und einen dicken Regenschauer abwarten.

Beim Promenadenbummel fängt es dann richtig an zu schütten. Wir flüchten zum Auto und fahren zurück ins Hotel. So zumindest der Plan. Aber wir stehen im Stau. Hat vermutlich einen Unfall gegeben. Nach einer halben Stunde zähem Vorankommen, beschließen wir durch die Dörfer den Stau zu umfahren.

Am Abend ist nach der Minidisco wieder Kinderschminken. Heute bekommt unseres einen Elefanten ins Gesicht. Beim Abwaschen sieht sie dann eher aus wie ein Schlumpf, da der Elefant blau ist…

 

Tag 10

Strandtag

Wir gehen zum ersten Mal an den Strand. Die Sonne brennt heute wieder. Eigentlich wollten wir ins Aqualand, aber da wir erst sehr spät loskommen finden wir keinen Parkplatz mehr. Also fahren wir einfach weiter und landen am Playa de Los Cristianos. Zwei Liegen plus Sonnenschirm kosten hier zusammen 9 Euro. Der Sand ist dunkelgelb und wir haben Blick auf den Hafen, wo eine Fähre nach der anderen an- und wieder ablegt. Die Wellen sind relativ hoch, so dass die gelbe Fahne gehisst ist. Da das Wasser aber nicht beheizt ist wie im Pool, werde ich bestimmt nicht baden gehen.

Am späten Mittag schlendern wir die Promenade entlang und kommen zum Playa de las Vistas. Auch hier ist der Sand dunkelgelb und die Wellen hoch. Wir finden ein nettes Café und genießen den Ausblick.

Am anderen Ende der Promenade entdecken wir einen Spielplatz, der erstmal ausprobiert werden muss.

Auf der Rückfahrt zum Hotel schläft unser Kind ein. Also parken wir den Wagen am Straßenrand vor einem Restaurant und trinken noch etwas, bis sie wieder aufwacht.

Nach der Minidisco ist wieder Kinderschminken. Heute ist sie eine Katze. Eine Hello Kitty Katze.

 

Tag 11

Pico del Teide

Es ist bewölkt. Wir fahren zum höchsten Berg von Teneriffa. Dem Pico del Teide. An der höchsten Stelle ist er 3718 Meter hoch. Und nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen. Auf dem Weg dorthin ist es sehr neblig und es wird immer kälter. Kurz vor dem Teide reißt die Wolkendecke auf und die Sonne scheint bei 7 Grad. Die Landschaft sieht aus wie auf dem Mars. Zumindest stelle ich es mir dort so steinig und einöd vor. Nur die Autos und die Straße lassen erkennen, dass wir noch auf der Erde sind.

Die Seilbahn zum höchsten Punkt des schneebedeckten Berges hat heute geschlossen, weil es zu windig ist. Unser Kind schläft. Also drehen wir um und fahren nach Acantilados de los Gigantes. Am Hafen genießen wir die Windstille, die Wärme und den Blick auf die Los Gigantes. Eine Steilküste, sehr beeindruckend.

Leider fällt heute das Kinderschminken nach der Minidisco aus. Unser Kind ist enttäuscht.

 

Tag 12

Mutter-Tochter-Tag

In der Nacht hat der Papa Magen-Darm-Probleme bekommen. Krank im Urlaub ist echt nicht schön. Die Maus und ich machen das Beste draus und erklären den Tag zum Mutter-Tochter-Tag.

Da es wieder bewölkt ist, besuchen wir doch mal den Kids Club. Die Kinderanimation. Hier können Kinder bis 12 Jahre malen, lustige englische Liedervideos gucken, rutschen und Fußball spielen. Der kleine Fußballplatz ist eingezäunt und hat einen Rasenteppich. Um zu rutschen muss man ein bisschen klettern… Unsere Maus schafft es nicht ganz.

Zu Mittag klart es auf, aber der blaue Himmel schafft es nicht bis zu uns. Die dicken Wolken über uns machen einfach keinen Platz. Wir liegen auf den Liegen am Pool und spielen Affenbande. Irgendwann gehen wir zur Promenade und schauen den Beachvolleyballern und den Wellen zu.

Nach der Kinderdisco ist heute zum Glück wieder Kinderschminken. Heute gibt es Herzen auf die Wangen.

 

Tag 13

Puerto de la Cruz

Die Sonne scheint, aber es ist stürmisch. Dem Papa geht es wieder soweit gut, dass wir alle zusammen nach Puerto de la Cruz fahren. Endlich kann unsere Maus auf dem tollen Spielplatz spielen.

Die Wellen sind heute gigantisch. Mit unglaublicher Wucht knallen sie an die Promenadenmauer. Faszinierend. Aber ich möchte nicht von so einer Welle erfasst werden.

Puerto de la Cruz hat eine schöne Promenade mit einem öffentlichen Schwimmbad mit Blick zum Meer. Lago Martianez. Leider ist es heute wegen des Sturms geschlossen.

Am Abend findet leider kein Kinderschminken statt. Unsere Maus ist enttäuscht.

 

Tag 14

Aqualand

Morgens ist es bewölkt. So wie vorgestern ist der blaue Himmel ganz nah, kann sich aber nicht durchsetzen.

Wir gehen trotzdem ins Aqualand und haben das Wasserparadies fast für uns alleine. Eine geringfügig günstigere Variante vom Siam Park. Mit einem großen Bereich für Kinder, einem Wellenbad und einer Delfinshow. Ein paar der Becken sind beheizt.

Wir gehen ins beheizte Wellenbad, den beheizten „Wellnessbereich“ und machen eine Floßfahrt. Man hat das Gefühl als wäre man auf einem verdreckten Fluß. Das Wasser ist dunkel, weil der Kanal braun gestrichen ist und die Fahrt zieht sich, da der Fluß ganz langsam fließt. Unter diversen Brücken durch, unter denen man den Kopf einziehen muss, gelangen wir an einen niedlichen Wasserfall.

Dann streifen die Kleine und ich durchs Kinderbecken und probieren die Rutschen aus. Probieren heißt, sie läuft an der Hand runter. Könnte ja sonst spritzen. Und überhaupt will sie nicht rutschen.

Also beim nächsten Mal Teneriffa nehmen wir das Returnticket für den Siam Park für 17,50 Euro. Da hat es uns definitiv besser gefallen. Auch die Delfinshow bei der die Kinder Fotos mit den Delfinen machen können, kann uns da nicht mehr umstimmen.

Am Abend ist nach der Minidisco wieder Kinderschminken. Zum Abschluss gibt es Regenbogen auf die Wangen.

 

Tag 15

Zurück in den Winter

Wir stehen ganz entspannt auf und frühstücken spät. Unser Flieger geht erst am Nachmittag zurück. Beim Auschecken sparen wir 72 Euro für die Tiefgarage, da wir gar nicht registriert wurden…

Trotz dessen, dass wir uns Zeit lassen, müssen wir am Flughafen noch eine Stunde vertrödeln bis zum Check In. Und stellen dann fest, dass unser Flieger eine Stunde Verspätung hat. Unserer ist allerdings nicht der Einzige der später geht. Etwa 80 Prozent der Flüge sind zu spät oder fallen sogar aus. Wir sitzen mit vielen anderen auf dem Fußboden und warten. Immer wieder geht der Blick zur Anzeige, damit wir endlich wissen zu welchem Gate wir müssen. Dann endlich, es bewegt sich was. 5 Stunden am Flughafen und gleich nochmal so lange im Flugzeug.

Mit anderthalb Stunden Verspätung geht es endlich los. Die Maus und ich sitzen in einer Reihe alleine. Der dritte Platz bleibt leer. Wieso haben wir einen Sitzplatz umbuchen müssen, wenn genau neben uns doch einer frei ist? RyanAir wird nicht meine Fluggesellschaft, egal wie günstig der Flug sein mag… Essen und Trinken muss extra bezahlt werden. Da kostet so ein belegtes Panini dann auch mal eben 5,50 Euro.

Der Papa sitzt zwei Reihen vor uns und unsere Kleine rennt immer wieder zu ihm hin. Sie hat einen riesen Spaß. Da er am Gang bei den Notausgängen sitzt hat er sehr viel Beinfreiheit. So viel, dass unser Kind sich bequem vor ihn hinstellen kann. Schlafen tut sie den gesamten Flug über nicht. Auch nicht, als wir auf unsere Koffer warten oder auf den ADAC da das Auto nicht anspringen will. Zwei Wochen bei Minustemperaturen, da macht die Batterie gerne mal schlapp.

Erst als wir im Auto sitzen und losdüsen, schläft unsere Kleine ein. Um 2 Uhr sind wir dann auch endlich glücklich und erschöpft im Bett.

Die Familientradition mit Pizza bestellen? Vielleicht morgen…

Liebe Grüße

Inga

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